Bienvenue chez les Suisses

Delikates aus der französischen Schweiz

Die Westschweiz, auch Romandie oder Welschland genannt, ist landschaftlich und kulturell sehr vielseitig. Kein Wunder also, dass es hier neben der Waadtländer Saucisson (g.g.A.) eine Reihe weiterer hervorragender Fleischspezialitäten zu entdecken gibt:

  • Saucisson fribourgeois
  • Longeole (g.g.A.)
  • Saucisse aux choux vaudoise (g.g.A.)
  • Saucisse d’Ajoie (g.g.A.)

Tierschutz und Tierwohl

Weil die Schweizer Landwirtschaft auf die Produktion hochwertiger Naturprodukte setzt, wurde eine vorbildliche Qualitätssicherung etabliert.

 Entscheidend für die Tiergesundheit ist auch, dass die Tiere richtig betreut werden. Dafür sorgt das strenge Schweizer Tierschutzgesetz. Dabei werden Haltung, Fütterung, Besatzdichte, aber auch der Transport der Tiere geprüft und von unabhängigen Instanzen kontrolliert.

Für die Fütterung der Nutztiere werden nur streng kontrollierte Futtermittel eingesetzt. Die Zugabe von Hormonen, Antibiotika und antimikrobiellen Leistungsförderern zum Futter ist in der Schweiz seit 1997 verboten. Sehr zum Nutzen der Konsumenten: Je besser die Tiergesundheit, desto mehr Genuss bietet das Fleisch.

Westschweizer Klassiker

Aus reinem Schweinefleisch, das in Schweinedärme abgefüllt wird, besteht die Saucisson fribourgeois. Dadurch erhält sie die typische Wurstform. Ein feiner Geruch kennzeichnet die geräucherte, dunkelbraune Wurst, die angenehm würzig am Gaumen mundet. Leicht salzig und nicht herb schmeckt die Fribourger Spezialität zu Bohnen, Kartoffeln oder Gratin.

Die Longeole (g.g.A.) ist eine deftige Rohwurst aus dem Kanton Genf. Diese Spezialität aus Schweinefleisch sollte ca. 2 Stunden bei 75° C brühen und dann 10 Minuten ziehen. Der Überlieferung nach erfand sie der Mönch Père Longeot, der zur normalen Wurstmasse Fenchelsamen und Schwarte hinzugefügt haben soll. Charakteristisch für die Longeole sind ihre längliche Form, ihr sämiges Fleisch und ihr Aroma nach Fleisch, Fenchel und Gewürzen.

Die Saucisse aux choux vaudoise (g.g.A.) stammt aus dem Kanton Waadt und enthält neben rohem Schweinefleisch auch gekochten Weisskohl. Der Legende nach hat sie ihren Ursprung im Jahr 879, als der deutsche Kaiser Karl der Dicke nach Orbe kam, um Erbschaftsfragen zu regeln. Da er mit einer grossen Gefolgschaft reiste, gingen die Fleischvorräte der Stadt bald zur Neige. Ein kluger Bewohner kam jedoch auf die Idee, die Würste zur Bewirtung des Kaisers mit Weisskohl zu strecken.

Die ausschliesslich im Kanton Jura hergestellte Saucisse d’Ajoie (g.g.A.) besteht aus Schweinefleisch und Speck. Für ihren besonderen Geschmack sorgen der beigefügte Kümmel, gemahlener weisser Pfeffer und Knoblauch. Die geräucherte Rohwurstspezialität ist fester Bestandteil beim traditionellen Festessen zum Martinstag.