Fütterung

Menü: Gras und Alpenkräuter

Etwa 13% der Schwei­zer Ge­samt­flä­che be­ste­hen aus alp­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen. Diese Alp- oder Söm­me­rungs­wei­den sind ein her­aus­ra­gen­des Ele­ment der Schwei­zer Kul­tur­land­schaft, sie prä­gen gros­se Teile der Alpen, der Vor­al­pen und des Juras. Auf ihnen wer­den von Früh­jahr bis Herbst Kühe, Rin­der, Scha­fe, Zie­gen oder Pfer­de ge­hal­ten.

Die Schweiz ist ein typisches Grasland. Das auf unseren Wiesen, Weiden Steppen und Alpen wachsende pflanzliche Material kann der Mensch nicht selber nutzen. Aber Kühe, Ziegen, Schafe und andere Raufutterverzehrer produzieren daraus hochwertige Nahrungsmittel.

Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie

Schweine verwerten bei uns in hohem Masse Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung, zum Beispiel die Molke aus der Käseherstellung, Mahl- und Schälprodukte aus der Getreide- und Kartoffelverarbeitung, Rüstabfälle aus der Gemüseproduktion usw. Damit leistet die Nutztierhaltung auch einen wertvollen Beitrag gegen Food-Waste, das Wegwerfen oder Verschwenden von wertvollen Lebensmittelbestandteilen.

Strenge Futtermittelkontrolle

Für die Füt­te­rung der Nutz­tie­re wer­den nur streng kon­trol­lier­te, art- und umweltgerechte  Futter­mit­tel ein­ge­setzt. Diese sind ga­ran­tiert GVO-frei (gen­tech­nisch nicht ver­än­dert) und dür­fen kein Tiermehl enthal­ten. Hormo­ne oder an­ti­mi­kro­bi­el­le Leis­tungs­för­de­rer sind in der Schweiz seit 1997 ver­bo­ten und Antibiotika werden nur für medizinische Zwecke eingesetzt.

Dass diese Vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wer­den, dafür sorgt die Eid­ge­nös­si­sche For­schungs­an­stalt Liebe­feld-Po­sieux (ALP). Sie kon­trol­liert und be­wil­ligt Fut­ter­mit­tel und ver­hin­dert, dass to­xi­sche oder ande­re un­er­wünsch­te Sub­stan­zen in das Fleisch ge­lan­gen.

Über 4/5 aller Futtermittel sind schweizerisch

88,85% der Futtermittel stammen aus einheimischer Produktion. Gemäss Futtermittelbilanz 2013 importiert die Schweiz 11,15% aller Futtermittel (Trockensubstanz), welche zur optimalen Ergänzung der Futterrationen aus einheimischer Produktion erforderlich sind (Getreide, Soja). Die Schweiz importierte 2015 285'000 Tonnen Sojaschrot für Futtermittelzwecke. Der Anteil verantwortungsbewusst produzierter und zertifizierter Soja betrug dabei 80 Prozent. Im globalen Kontext ist die Schweiz ein unbedeutender Sojaverbraucher. Ihr Anteil am weltweiten Verbrauch beträgt 0,1% (Quelle: www.sojanetz.ch).